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Spenden gehen nahezu gegen Null

Ob Schäferlauf, Fußallturniere, Konzerte, Vorträge oder Lesungen: Bei rund 25 Veranstaltungen im Jahr leisten ehrenamtliche DRK-Aktive einen Sicherheitsdienst. Das Angebot wird gerne in Anspruch genommen.

Den einen wird es wegen des Gefahrenpotentials vom Verband bei der Ausschreibung vorgeschrieben, dazu gehören unter anderem Reitturniere. Andere Veranstalter, vom Verein über die Stadt bis zu Betrieben, entscheiden sich bewusst für ein Engagement des Deutschen Roten Kreuzes bei ihren Events: Ihnen ist es wichtig, qualifizierte Hilfskräfte für einen Sanitätsdienst vor Ort zu haben, und den übernehmen in Bad Urach die Aktiven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Ehrenamt. Das reicht von einem recht einfachen Dienst im Zweierteam beispielsweise bei einem Konzert der Herbstlichen Musiktage - "Wir haben Mitglieder, die lieben Klassik und übernehmen den Dienst gerne", so der stellvertretende Bereitschaftsleiter Michael Schweizer - bis zu einem regelrechten Einsatzmarathon von rund 120 Personen inklusive Helfer aus benachbarten DRK-Bereitschaften am Schäferlauf. "Wir nehmen schon Tage vorher Urlaub", so Schweizer, auch trage der Einsatzleiter die Verantwortung im Ehrenamt.

"Wir sehen uns auch als Berater in Sicherheitsfragen", unterstreicht Schweizer. Da gehe es zum einen um die Beseitigung von potenziellen Gefahrenpunkten, um die Freihaltung von Rettungsgassen oder durchaus auch mal bei Extremtemperaturen um die Bereitstellung von ausreichend Schattenplätzen. Ob Besucherspektakel oder überschaubares Fest: In enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter wird ein individuelles Konzept ausgearbeitet und eine Risikoanalyse erstellt. Das sei auch eine Vorsichtsmaßnahme: "Wenn etwas extrem schief läuft und der Staatsanwalt will eine Aktenansicht, sind Unterlagen vorhanden", erklärt Bereitschaftsleiter Thomas Leopoldt. Aus diesem Grund hat die Bad Uracher Bereitschaft bereits 2005 das Papier "Richtlinien Sanitätsdienst" verfasst, das nun in aktualisierter Form vorliegt und den Vereinen, Betrieben und anderen Institutionen zugeschickt wurde: "Manches hat sich geändert, es gab auch noch Lücken", meint Leopoldt. DRK und den veranstaltenden Auftraggebern liegen damit klare Regeln für die Zusammenarbeit vor, Leopoldt unterstreicht: "Das ist eine Absicherung für beide Seiten."

Ebenfalls 2005 wurde erstmals eine Gebührenordnung aufgestellt. Sie wurde dann 2007 in einer Zeit eingeführt, als die Spendenbereitschaft der Bad Uracher für das DRK laut Leopoldt eklatant zurückgegangen sei - man habe darauf reagieren müssen. "Inzwischen gehen die Spenden nahezu gen null", ergänzt Michael Schweizer. "Wenn wir nicht ein paar Firmen und Unterstützer hätten, wäre nichts mehr da". Dabei müssen sich die Bereitschaften selbst finanzieren, die Kosten wie auch die Aufgaben werden immer größer und umfangreicher. "Eine Einsatzbekleidung kostet rund 600 Euro pro Person", erklärt Leopoldt. Ohne diese Sicherheitskleidung darf kein Sanitätsdienst geleistet werden, ohne entsprechende Ausbildung ebenfalls nicht. "Das wird alles aus der Ortsverbandskasse bezahlt." Von den Krankenkassen gibt es für die vielfältigen Dienste - von der Mitorganisation der Blutspendenaktionen über den Helfer vor Ort bis zu den Erste-Hilfe-Kursen oder auch die Jugendarbeit und die Beschaffung von Material und Fahrzeugen - keine finanzielle Unterstützung: "Wir müssen uns als Verein organisieren, sind faktisch aber gleich zu setzen mit der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk", so Bereitschaftsleiter Leopoldt zur Erklärung. Die ehrenamtlichen Strukturen in der Bereitschaft und den Ortsvereinen werden auf Kreisebene durch die im Rettungsdienstgesetz verankerten hauptamtlichen Aktivitäten des Deutschen Roten Kreuzes ergänzt. Da wiederum sind die Krankenkassen aufgrund der gesetzlichen Grundlage verpflichtet, den Großteil der Kosten zu tragen.

Wer ehrenamtlich beim DRK aktiv ist - das ist in Bad Urach ein Kern von 25 Personen, auf etwa 40 kann die Bereitschaft bei Großereignissen zurückgreifen - leistet einen zeitlich unkalkulierbaren Dienst. Anders als bei Sportlern mit festen Trainingszeiten werden den Rotkreuzlern die meisten Termine von anderen Menschen vorgegeben, weil ein individueller Notfall eingetreten ist, es sich um einen Katastrophenfall handelt oder eben ein Veranstalter den Sanitätsdienst nachfragt. Deshalb hat Thomas Leopoldt eine Bitte: "Rechtzeitig melden, wenn man uns braucht."

Info Das Bad Uracher DRK sucht immer neue Aktive, die sich unter Telefon: (0 71 25) 97 90 38 melden können. Weitere Informationen gibt es unter www.drk-badurach.de.

5. März 2016 07:00 Uhr. Alter: 5 Jahre